St. Petersburg letzter Tag
Morgen geht es nach Hause zurück nach Berlin. 3 sehr abwechsungsreiche Wochen liegen hinter mir. Und einmal abgesehen von den Problemen mit meinem Rücken, hat alles im Wesentlichen gut geklappt. Hier sollte eigentlich eine Rubrik von Sachen folgen, die ich unterwegs habe liegen lassen, aber:
Nada, rien, nichts, nothing, nullo
Das kann ich selber kaum glauben. Ich zweifle an mir selbst. Aber ich habe ja noch einen Tag Zeit.
Heute sind wir noch einmal etwas U-Bahn gefahren. Die Bahn verläuft teilweise 86 Meter unter der Erde. Das glaube ich gerne, die Rolltreppe hat 3 Minuten gebraucht, bis sie mit uns unten angekommen war.
Ziel war die Smolny Kathedrale im östlichen Teil St. Petesburgs. Das ist auch wieder so ein Riesenkomplex. Wir haben aber nur die Kirche besichtigt, deren aufwendige Restaurierung kurz vor dem Abschluss steht.
Danach eine Kaffeepause zum Aufwärmen. Es hat angefangen, ganz leicht zu schneien.
Zum Abschluss haben wir noch eine Stadtrundfahrt gemacht, um auch noch ein Teil der Sehenswürdigkeiten zu sehen, die uns bisher entgangen sind.
Noch ein Foto vorm Hotel und dann wird ein letztes Mal der Koffer gepackt.
St. Petersburg Tag 3
Auch heute sind wir wieder viel unterwegs gewesen. Die Sonne scheint zwar, aber es ist kalt und windig. Deshalb habe ich wieder meine Sibirien-Kleidung aus dem Koffer geholt, damit lässt es sich gut aushalten.
Keine 10 min vom Hotel entfernt befindet sich die St. Isaaks Kathedrale. Die Kirche selbst ist heute ein Museum, das haben wir uns gespart. Es gibt aber eine Aussichtsplattform unterhalb der Kuppel und die lohnt sich, auch wenn ca 230 Stufen vor einem liegen. Meine persönliche Herausforderung sind dabei die 40 letzten Stufen gewesen, die über eine freiliegende Eisentreppe führen.
Aber wenn man das hinter sich hat, wird man durch einen tollen Rundblick über St.Petersburg belohnt.
Anschließend haben wir uns auf den Weg zur Ermitage gemacht. Auch hier ist Andrang im Moment sehr überschaubar. Nach 2-3 Minuten hatten wir unsere Eintrittskarten und auch die Garderobe war im Nu abgegeben.
Auch wenn man schon vieles gehört, gelesen und im TV gesehen hat, die Größe des Winterpalastes einschließlich der Eremitage und der Umfang und die Qualität der Ausstellung werden nur deutlich, wenn man selber einmal vor Ort ist. Das sollte man gesehen haben.
Die Moskauer U- Bahnhöf haben uns ja schon schwer beeindruckt. Aber auch in St. Petersburg gibt darin paar Stationen auf der Linie 1 die durchaus sehenswert sind. Unmittelbar am U-Bahnhof Vladimirskaja liegt eine Markthalle , die man sich ansehen sollte.

St. Petersburg Tag 2
Nachdem wir uns gestern bei unserem russischen Reisebüro telefonisch und per E-Mail über unsere Unterkunft beschwert haben, hat es heute morgen sehr schnell eine Antwort und ein neues Hotel gegeben. Mittags sind wir von einem Fahrer zum neuen Hotel gebracht worden. An den Zimmern gibt es nichts auszusetzen und auch sonst ist der erste Eindruck sehr ordentlich.
Vormittags haben wir vor dem Hotelwechsel noch einen kleinen Stadtrundgang gemacht. Die Innenstadt ist sehenswert mit sehr vielen aufwendig sanierten Jugendstilgebäuden und Kirchen und durchzogen von zahlreichen Kanälen. Es ist zwar wieder etwas kälter geworden und hat leicht angefangen zu schneien, aber es gibt viele Cafes für einen Einkehrschwung zum Aufwärmen. Wir haben heute einiges abmarschiert.
Nachmittags waren wir im Fabergé-Museum, tolles Gebäude, eine noch beeindruckender Sammlung. Davon hätte ich gerne manches zu Hause:
beeindruckender Ausstellung. €Davon hätte ich gerne einpaar Stücke zu Hause.
Auf dem Weg zum Fabergé-Museum sind wir an der Erimitage vorbeigekommen. Den Besuch haben wir uns für morgen vorgenommen. Das erfreuliche ist, im Moment gibt es keine Wartezeiten und Schlangen vor dem Eingang.
Moskau / St.Petersburg
Heute Mittag brechen wir auf nach St. Petersburg. Nachdem Frühstück ist aber noch etwas Zeit und wir machen deshalb noch einen kleinen Rundgang. In unmittelbarer Nähe entdecken wir in einem Hof Dutzende Bronzefiguren.Ob es sich hier um eine Gießerei handelt, lässt sich nicht so schnell feststellen, faszinierend ist es auf jeden Fall
Direkt gegenüber befindet sich eine orthodoxe Kirche. Als wir zu der Kirche gehen, sehen wir noch weitere Kapellen und eine Art Klosteanlage. In einem hinteren Gebäude gibt es eine Cafeteria mit sehr üppig bemalten Wänden. Hier gibt es unseren Moskauer Abschiedskaffee.
Gegen 11.30h werden wir im Hotel abgeholt und zum Leningrader Bahnhof gebracht. Zeit für ein kleines Resümee. Moskau hat sich gelohnt. Viele Sehenswürdigkeiten, eine gute Infrastruktur und die Preise, in der Regel nicht sehr viel anders als bei uns. Das heißt allerdings auch, für die meisten Einheimischen ist es sehr teuer.
Die Reise im SAPSAN Schnellzug nach St. Petersburg ist wie eine Fahrt mit dem ICE, es handelt sich um die gleiche Baureihe. Allerdings gibt es an Bord deutlich mehr Personal, der Service ist wie im Flugzeug organisiert.
Pünktlich um 17.25h treffen wir in St. Petersburg ein.
Dann erleben wir unsere erste wirkliche Enttäuschung auf dieser Reise: Das Hotel entspricht nun gar nicht unseren Erwartungen. Im Treppenhaus gibt es einen kleinen Tisch, der als Rezeption dient. Angeblich sind für uns im Nachbarhaus 2 Zimmer gebucht. Die Zimmer befänden sich im 3.Stock und Fahrstühle gäbe es dort nicht. Aufgrund glücklicher Umstände habe man aber im Haupthaus und ohne Aufpreis 2 Zimmer für uns und hier gibt es eine Fahrstuhl. Die Zimmer sind grenzwertig.Und irgendwie riecht es im ganzen Gebäude auch merkwürdig. Als Hostel oder bessere Jugendherberge kann man das vielleicht durchgehen lassen. Wir haben uns beim russischen Reisebüro beschwert, mal sehen wie es morgen weitergeht.
Wir sind hier in unmittelbarer Nähe zum Newski Prospekt. Hier steppt der Bär. Rockbands spielen an jeder Ecke, und es gibt Restaurants, Kneipen und Geschäfte ohne Ende.
Moskau Tag 4
Heute sind wir den letzten Tag in Moskau.
Gestern haben wir ein Kombiticket für Stadtrundfahrten gekauft. Damit kann man 3 verschiedene Routen im Hop on/Hop off Modus innerhalb von 48 Stunden abfahren. Angefangen sind wir gestern auf der Route 1 im unmittelbaren Aitstadtbereich. Die Fährt dauert etwa eine Stunde und führt an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Allerdings sind die deutschen Erläuterungen sehr detailversessen und ermüdend.
Heute Vormittag haben wir dann mit der Tour 3 weitergemacht, die sich auf etwas ausserhalb gelegene Sehenswürdigkeiten aus UdSSR- Zeiten konzentriert. Das hätten wir uns sparen sollen; das mag sicherlich für Einheimische interessant sein, ansonsten muss man schon ein ausgesprochener UdSSR -Nostalgiker sein, um daran Spass zu haben.
Da ist die Tour 2 schon sehr viel empfehlensswerter. Es geht entlang der Moskwa und unterwegs gibt es Aussichtspunkte mit sehr beeindruckenden Blicken über das Moskauer Stadtgebiet.
Uns hat heute aber am Besten der Besuch im Saradje Park gefallen. Der ist erst vor 3 Jahren eröffnet worden, liegt an der Moskwa in unmittelbarer Nähe zum Kernel. Es gibt eine „schwebende Brücke“, die eine sehr schöne Aussicht über den Kernel bietet.
Unsere Stadtrundfahrt haben wir übrigens am Arbat beendet. Eine etwa 1km lange Fussgängerzone, sehr touristisch , die man aber trotzdem nicht auslassen sollte.
Die schwebende Brücke
Saradje Park
Arbat
Vor unserem Hotel heute Abend
Moskau Tag 3
Das Wetter hat sich gründlich geändert. Heute morgen gibt es Schneeregen. Wir wollen deshalb eine Stadtrundfahrt machen. Gegenüber vom Bolschoitheater fuhren gestern alle 10 min Tourbusse. Heute morgen um 10.00h Fehlanzeige, kein einziger Bus zu sehen.
Stattdessen ist das Gelände rund um den Kremel weiträumig abgesperrt. Jemand sagt uns, heute ist ein militärischer Feiertag mit Kranzniederlegung durch den Präsidenten. Viele Sicherheitskräfte sind unterwegs.
Ein Plan B muss also her. Dass die U-Bahnhöfe hier zum Teil sehr opulent sind, ist bekannt. Der Reiseführer empfiehlt insbesondere die Stationen der Ringbahn. Also machen wir uns auf den Weg zur Ringbahn und schauen uns jeden der 12 Bahnhöfe an. Der Reiseführer hat nicht übertrieben. Die Stationen sind bseeindruckend. Eine kleine Auswahl:
Gefallen hat uns auch, dass die Bahnhöfe sauber und gepflegt sind, ohne Graffitis und selbst am Sonntag alle 3 min ein Zug fährt.
Es gibt ja doch noch Gerechtigkeit….
Nach unserer U- Bahnbesichtigung gehen wir in ein Cafe und bestellen uns jeder einen Cappuccino. Zu unserer großen Überraschung bietet man uns gratis auch noch ein Bier und einen kleinen Snack an. Auf Nachfrage erfahren wir: Heute ist Männertag. Den 23. Februar werde ich mir merken..

Moskau Tag 2
Wir sind hier im Hotel Budapest. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1897 und ein gewisser morbider Charme lässt sich nicht verheimlichen. Für normale Ansprüche und eine Städtereise ist dieses Hotel aber absolut okay und empfehlenswert. Ausserdem liegt es sehr zentral.
Auch das Frühstücksbuffet ist in Ordnung.

Wir zentral unser Hotel liegt, merken wir erst heute morgen bei unserem Ausflug in die Stadt. Wir sind keine 5 Minuten unterwegs und stehen bereits vor dem Bolschoi Theater. Leute stehen bereits an, um Karten zu kaufen.
Vom Bolschoi Theater sind es dann keine weitere 10 Minuten Fussweg bis zum Roten Platz und zum Kremel. Auch heute haben wir wieder Glück mit dem Wetter.Die Sonne scheint und es ist deutlich über Null. Es ist jetzt 11.00h und der Besucherandrang hält sich (noch) in Grenzen.
Direkt am Roten Platz liegt da Kaufhaus Gum. Das Gebäude ist von aussen wie von innen sehenswert und seit meinem letzten Besuch vor 25 Jahren aufwendig in Stand gesetzt.
Kevins Handy funktioniert nicht richtig und man empfiehlt uns im Kaufhaus Gum ein Apple Servicecenter in der Nähe der Metrostation Majakovskaja. Also machen wir uns auf den Weg zur nächsten Metrostation, suchen die passende Verbindung, kaufen Tickets und fahren los. Das Infosystem der Moskauer Metro erschließt sich einem auch, wenn man die russische Sprache nicht beherrscht. Eigentlich erzähle ich das nur, weil ich das Photo der Metrostation Majakovskaja loswerden will. Die Station hat uns echt beeindruckt:
Die Bogenverkleidungen sind aus rostfreiem Stahl und in der Decke gibt es den ganzen Bahnsteig entlang Mosaiken über die Entwicklung der Luftfahrt.
Am späten Nachmittag haben wir uns nochmals auf den Weg gemacht, die Hotelumgebung zu erkunden:
Ankunft Moskau
Der unkonventionelle Teil der Reise liegt hinter uns.
Der Zug ist wieder pünktlich auf die Minute am Zielbahnhof eingetroffen. Von Winter keine Spur, eher glaubt man an einen Hauch von Frühling.

Am Bahnhof wartet schon der Fahrer, der uns zum Hotel bringen soll. Trotz Stop und Go-Verkehr dauert die Fahrt dorthin keine 20 Minuten. Unterwegs stelle ich fest, dass es im Stadtgebiet freies WiFi gibt, das Einloggen kann sogar ich, ist also problemlos.Unser Hotel liegt sehr zentral, das Einchecken ist auch schnell erledigt. Dann aufs Zimmer und ab geht es unter die Dusche , es ist eine Wohltat.
Danach folgt der zweite Waschtag

Anschliessend machen wir einen ersten Rundgang. Wir haben noch keinen Überblick wo wir genau sind, müssen aber mitten in der Stadt sein, Fußgängerzone und einschlägige Luxusgeschäfte belegen das. Genaues finden morgen heraus. Noch einen kleinen Snack und dann geht es zurück zum Hotel.
Ich bin hundemüde und freue mich auf ein richtiges Bett.
Transibirische Eisenbahn Letzter Tag
Noch ca 7 Std bis zur Ankunft in Moskau. Wir sind jetzt nur 2 Stunden voraus
Mit geöffneter Fensterklappe sind die Temperaturen im Abteil natürlich deutlich angenehmer. Dafür ist es erheblich lauter. Gefühlt jede 15 Minuten kommt einem ein hupender Zug entgegen. Aber was soll’s. Trotz Geräuschkulisse und ausgefahrener Gleise, habe ich doch ganz gut geschlafen. Die Zeiten werden einem sowieso etwas vorgegeben, denn irgendwann gegen 22.30h schaltet die Schaffnerin eine Art Notbeleuchtung ein, die man zwar an und ausschalten kann, dafür lassen sich aber ab diesem Zeitpunkt, Leselampen und andere Lichter nicht mehr individuell bedienen, gewissermassen eine verordnete Nachtruhe.
Auch sonst ist es im Waggon nicht ganz so heiß wie gestern. So langsam freue ich mich auf das Hotel und eine schöne Dusche
Es ist jetzt gleich 11.00h und wir halten in Wladimir, unserer letzten Station vor Moskau. Von hier sind es dann noch knapp 3 Std. bevor wir in Moskau eintreffen sollen. Vorhin haben würden wir sehr herzlich vom Speisewagenpersonal verabschiedet. Wir waren einer der häufigeren und umsatzstärkeren Gäste. Die Preise liegen nur wenig unter deutschen Niveau, für hiesige Einkommen muss das verdammt teuer sein.
Ich bin kurz auf dem Bahnsteig gewesen. Draussen scheint die Sonne und es kommt einem frühlingshaft mild vor. Demnächst können wir anfangen unsere Sachen zusammen zu packen. Bloß nichts liegen gelassen oder vergessen.
Bis Moskau noch knapp 200km, seit Irkutsk 5000 km Bahnfahrt.

Ein weiterer Tag auf der Transib
Ansonsten die mittlerweile übliche Zugroutine. Um 7.30h aufstehen, Katzenwäsche und nach einem Stopp in Tjumen, Frühstück im Speisewagen. Es gibt wieder Käsebrötchen, Rühreier und Kaffee. Wir sind mittlerweile gute 3000 im von Irkutsk entfernt und haben noch 2000 km bis Moskau vor uns. Es liegt zwar noch Schnee, in Tjumen nieselt es aber leicht. Inzwischen sind wir auch eine weitere Zeitzone dichter an zu Hause. Der Vorsprung ist auf 4Stunden geschmolzen.

























































