Wenn man denkt man denkt, dann denkt man nur man denkt…
Wir dachten, die Abteilfenster lassen sich nicht öffnen.Wie fast überall, ist es auch im Zug viel zu warm. Heute Nacht war es wie in der Sauna. Bei einem Stopp mitten in der Nacht stellen wir fest, bei unseren koreanischen Nachbarn lässt sich das obere Abteilfenster aufklappen. Wir lassen uns von unserer Schaffnerin die (leider muss ich zugeben, ziemlich einfache) Technik zeigen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht: Angenehme Temperaturen und frische Luft.A small step for mankind, a big step vor Kevin and me.
Ansonsten die mittlerweile übliche Zugroutine. Um 7.30h aufstehen, Katzenwäsche und nach einem Stopp in Tjumen, Frühstück im Speisewagen. Es gibt wieder Käsebrötchen, Rühreier und Kaffee. Wir sind mittlerweile gute 3000 im von Irkutsk entfernt und haben noch 2000 km bis Moskau vor uns. Es liegt zwar noch Schnee, in Tjumen nieselt es aber leicht. Inzwischen sind wir auch eine weitere Zeitzone dichter an zu Hause. Der Vorsprung ist auf 4Stunden geschmolzen.
Tjumen Hbf:
Während ich das Schreibe, klart das Wetter auf, es gibt gleich frischen Tee, ich werde mir mein Buch rausholen, fehlt eigentlich nur noch der Kamin.
Zum ersten Mal wird es doch noch voll im Zug. Bereits in Jekatarinenburg waren einige Fahrgäste zugestiegen. Danach sind wir durch den ziemlich verschneiten Ural gefahren. Damit sind wir dann auch irgendwann heute Nachmittag wieder nach Europa zurückgekommen. Gegen 20.00h haben wir in Perm gehalten und es sind noch weitere Fahrgäste zugestiegen und alle Abteile sind jetzt besetzt.
Jekatarinenburg